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Wie polstert man einen Stuhl zu Hause neu?

Jeder Stuhl verliert mit der Zeit seinen Reiz. Wir möchten bequeme und gemütliche Möbel so oft wie möglich nutzen, was zu Abnutzungserscheinungen am Bezug führt. Doch was, wenn Sie viel Zeit und Geld in die Renovierung Ihres Zimmers investiert haben, Ihr Lieblingssessel aber nicht mehr passt? Ein neuer Bezug kann all diese Probleme lösen.
 

Viele Menschen interessieren sich dafür, wie man einen alten Sessel zu Hause neu beziehen kann. Genau das werden wir in unserem Artikel behandeln.

Wer möchte, kann seinen Lieblingsmöbeln ein zweites Leben schenken. Stühle ohne Federn lassen sich problemlos selbst restaurieren.

Bevor Sie den Stuhl neu beziehen, vergewissern Sie sich, dass das Gestell stabil ist. Andernfalls müssen Sie die Verbindungen zwischen den Holzteilen verleimen. Auch die Polsterung im Stuhl muss erneuert werden. Sie besteht üblicherweise aus Segeltuch oder Füllwatte. Dadurch verlängern Sie die Lebensdauer des Bezugs und stellen sicher, dass er richtig sitzt. Hier nun die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, müssen Sie sich mit den notwendigen Materialien eindecken.


Was wird für die Arbeit benötigt?

Zuerst sammeln wir die notwendigen Materialien:

  • Polsterstoff für einen Stuhl;
  • Füllmaterial - Watte, Schaumgummi, Füllwatte;
  • ein Hefter;
  • Zentimeter;
  • Schneiderkreide;
  • Schere;
  • Hammer und Nägel;
  • Leinen-Leinwand.

Stühle sind oft mit Kokosfaser- oder Rosshaarpolsterung ausgestattet, die meist mit Leinen bezogen ist. Um ein Zusammensacken der Polsterung zu verhindern, sollte eine Schicht Füllmaterial darübergelegt werden. Eine Dicke von 25 mm ist ideal. Füllmaterial und andere Polsterstoffe, einschließlich Einlagestoffe, sind im Möbelhandel erhältlich.
 

Das Polstern eines Stuhls sollte in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen. Zuerst bearbeiten wir die Armlehnen, insbesondere deren Innenseiten. Anschließend folgen die Innenseiten der Rückenlehne, dann Sitzfläche und Gestell. Sobald Sie all diese Arbeiten abgeschlossen haben, positionieren Sie die Polsterwatte in der gleichen Reihenfolge und spannen den Bezug. Zum Schluss beziehen Sie die Außenseiten des Möbelstücks mit dem Polsterstoff, verzichten diesmal aber auf die Einlage.


Wie viel Material wird benötigt?

Um die benötigte Materialmenge zu berechnen, sind keine komplizierten Berechnungen nötig; orientieren Sie sich einfach an den alten Polsterbezügen. Bedenken Sie jedoch, dass sich Stoffe mit der Zeit verziehen und dehnen können. Daher empfiehlt es sich, beim Zuschneiden etwas Spielraum einzuplanen.

Wenn Sie sich für einen gemusterten Stoff als Polsterbezug entscheiden, achten Sie auf die Menge, um sicherzustellen, dass das Muster harmonisch wirkt und die gesamte Fläche bedeckt. Prüfen Sie außerdem, ob die alte Einlage die gleiche Dicke wie die neue hat.
 

Zum Vergleich sollten Sie die alte Polsterwatte so gut wie möglich aufschütteln. Beim Neubeziehen eines Stuhls wird die Polsterwatte oft dick aufgetragen, um die Form des Möbelstücks zu erhalten. Daher ist es ratsam, von Anfang an mit möglichen Mehrkosten zu rechnen. Sie können den alten Bezugsstoff als Schnittvorlage verwenden. Es empfiehlt sich jedoch auch, neue Maße zu nehmen und dabei nicht nur den Bezug, sondern den Stuhl selbst als Referenz zu nutzen.

Gehen Sie beim Umgang mit der Polsterwatte vorsichtig vor, da diese sonst die Oberfläche des Stuhls beeinträchtigen und uneben und klumpig wirken lassen kann. Platzieren Sie die Polsterwatte dort, wo sich die mit Segeltuch bezogene Polsterung befindet. Schneiden Sie anschließend die Einlage zu. Diese sollte so groß sein, dass die Kanten den Bezug überlappen.

Das Material an den Rändern der Polsterung sollte weich sein. Die Polsterwatte trägt optimal zur Auffrischung Ihres Stuhls bei und kann zudem dessen Aussehen verbessern.

Durch die Veränderung der Polsterdicke lässt sich die Dicke der Armlehnen anpassen und diese verbreitern. Dadurch wirkt das Möbelstück stabiler. Dickere Armlehnen sehen bequemer aus, allerdings wirkt die Sitzfläche dadurch schmaler.


Die letzte Phase der Polstererneuerung

Die vorderen Ecken müssen sorgfältig verarbeitet werden, um ein optimales Endergebnis zu erzielen. Rechtwinklige Ecken werden einmal umgeschlagen, abgerundete Ecken erfordern mehrere Umschläge. Rechtwinklige oder spitze Ecken benötigen besondere Aufmerksamkeit. Die Stoffenden werden straff über die nach außen zeigenden Ecken gezogen.

Den Stoff fixieren und so festnageln, dass der Abstand von der Rahmenecke etwa 25 mm beträgt. Der überstehende Stoff neben den Nägeln sollte im 90-Grad-Winkel abgeschnitten werden.

Der restliche Stoff sollte separat gefaltet, parallel zur Rahmenecke nach unten gezogen und an der Unterseite festgetackert werden. Bei einem Sitz mit abgerundeter Ecke sollte der Stoff straff gespannt werden, sodass der lose Teil gleichmäßig an den Seiten verteilt ist. Anschließend wird das Stoffende straff gezogen und mit einem Nagel unter der Querstange befestigt. Der Stoff sollte sauber zugeschnitten und gleichmäßig gefaltet werden.

Die Falten bilden Kränze, die sich unter dem Stuhl überlappen sollten. Dies geschieht, wenn sie korrekt über die Unterseite der Querstange gezogen werden. Die Kanten werden mit Nägeln fixiert.


Ersetzen des Schaumgummis

Vor dem Neubeziehen empfiehlt es sich, den alten Schaumstoff nach dem Entfernen des alten Bezugs auszutauschen. Hierfür können Sie andere Materialien wie Polsterwatte verwenden. Bei manchen Stuhlmodellen müssen die Armlehnen abgenommen werden. Dazu benötigen Sie einen passenden Schraubenschlüssel oder, falls die Armlehnen verschraubt sind, einen Schraubendreher. Eine glatte, ebene Oberfläche erzielen Sie, indem Sie den alten Lack entfernen und alle Holzteile abschleifen.
 

Schaumgummi eignet sich zur Herstellung neuer Sitz- und Rückenkissen. Er muss die richtige Dicke haben. Ist das Material zu dünn, können mehrere Lagen dünneren Materials verwendet werden. Diese werden mit Montagekleber verklebt, mit dickem Stoff umwickelt und anschließend vernäht.

Jetzt muss man den Stuhl nur noch umdrehen und die Unterseite mit neuem Polsterstoff beziehen und diesen mit Nägeln befestigen. Fertig!


Wir polstern Ledermöbel neu

Nun wollen wir darüber sprechen, wie man einen Stuhl selbst mit Leder oder Kunstleder neu bezieht.
 

Kaufen Sie beim Kauf neuer Polsterstoffe immer etwas mehr Material. Es empfiehlt sich außerdem, einen Zuschlag von 10 cm einzuplanen. Beginnen Sie damit, das Möbelstück Stück für Stück auseinanderzunehmen – das erleichtert das Entfernen des alten Bezugs. Sie benötigen dafür einen Hammer, ein Brecheisen oder einen Schraubendreher.

Prüfen Sie unbedingt den Zustand des Schaumstoffs. Ist er abgenutzt, muss er ausgetauscht werden. Ermitteln Sie die Maße für Rückenlehne und Sitzfläche, schneiden Sie die Schaumstoffplatten zu und befestigen Sie sie am Möbelgestell. Verwenden Sie dazu am besten einen Tacker und Klammern.

Verwenden Sie den alten Polsterstoff als Schnittmuster. Schneiden Sie identische Stücke aus dem neuen Polsterstoff zu und nähen Sie diese mit der Nähmaschine zusammen. Befestigen Sie den Polsterstoff anschließend am Stuhlgestell und setzen Sie das Möbelstück wieder zusammen. Spannen Sie den Polsterstoff vorsichtig, glätten Sie dabei alle Falten und fixieren Sie ihn dann mit Nägeln. Der Polsterstoff sollte fest und weich sein.

Jetzt wissen Sie, wie Sie einen Stoff- oder Ledersessel selbst neu beziehen können. Die Aufarbeitung eines alten Sessels ist gar nicht so schwer. Es gibt zwar ein paar Feinheiten zu beachten, aber nach dem Lesen unseres Artikels können Sie Ihre Möbel ohne professionelle Hilfe restaurieren. Damit Ihr Sessel lange hält, wählen Sie am besten nur hochwertige Produkte. Diese finden Sie auf zlatamebel.ua.


Sessel von Zlatamebel

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